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Immer mehr Menschen werden glutenunverträglich. Medizinisch wird die Krankheit Zöliakie genannt. Jemand mit Zöliakie kann Gluten nicht vertragen. Gluten ist ein Protein, das natürlicherweise in Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Kamut vorkommt. Der Eiweißanteil in diesen Körnern beträgt etwa 15%. Dieses Protein besteht fast vollständig aus Gluten. Gluten findet sich auch in Produkten, die aus diesen Körnern hergestellt werden, wie Brot, Paniermehl, Nudeln, Fadennudeln, Fadennudeln, Makkaroni, Pizza, Kräcker, Kekse, Kuchen und Torten.

Wenn Menschen mit Glutenunverträglichkeit Lebensmittel mit Gluten im Dünndarm zu sich nehmen, entzündet sich die Darmschleimhaut und wird geschädigt. Mit der Zeit kann sich die Schleimhaut nicht mehr erholen, was zu Energiemangel und Nährstoffmangel führt.
Ein gesunder Dünndarm weist Falten an der Innenseite des Darms mit darüber liegenden Zotten auf. Dabei handelt es sich um so genannte Tore in der Darmschleimhaut, durch die die Aufnahme von Nährstoffen erfolgt. Bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit führt der Verzehr von Gluten zu Entzündungsreaktionen in der Darmschleimhaut. Im Falle einer langfristigen Schädigung der Darmschleimhaut werden essentielle Nährstoffe nicht mehr richtig resorbiert.
Das Immunsystem ist mit dem Kampf gegen die Entzündung im Dünndarm ständig überlastet. Wenn es so weit gekommen ist, kann der Dünndarm nur noch mit glutenfreier und zuckerfreier Nahrung, in Kombination mit der Lifestyle-Methode, beruhigt werden, so dass immer weniger Beschwerden auftreten.

Weizenmehl kann durch Hafermehl ersetzt werden. Hafer ist von Natur aus glutenfrei und hat einen hohen Nährwert. Da Hafer jedoch in Fabriken oder Bäckereien mit Weizen, Gerste, Roggen und Dinkel in Kontakt kommt, kann er immer noch eine minimale Menge Gluten enthalten. Menschen mit Zöliakie sind auf der Suche nach Hafer (Malz) mit einem glutenfreien Logo besser aufgehoben.

    Herbert Ilsanker

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